Energiemarkt der Zukunft

Steigende CO2-Emissionen als große Herausforderung

Verstärkte Nutzung von Erdgas kann bedeutenden Beitrag leisten

Sowohl die Weltbevölkerung wie auch das verfügbares Einkommen steigen kontinuierlich. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für die globale Energiewirtschaft, die daraus resultierende Energienachfrage kostengünstig, sicher und nachhaltig zu befriedigen. Der Anstieg der Bevölkerungszahlen wie auch das Wirtschaftswachstum sind die treibenden Faktoren für die steigende Energienachfrage. Prognosen besagen, dass die Weltbevölkerung zwischen 2013 und 2035 um 1,6 Milliarden Menschen wachsen und die Weltwirtschaft sich in demselben Zeitraum wahrscheinlich mehr als verdoppeln wird.

Verbesserte Energieeffizienz wird zwar dazu führen, das Wachstum beim Energieverbrauch zu verlangsamen. Allerdings wird sich die weltweite Energienachfrage im Zeitraum zwischen 2013 und 2035 dennoch um voraussichtlich ca. 37% erhöhen, wobei 96% dieser Steigerung auf Nicht-OECD-Staaten entfallen werden.

CO2-Emissionen steigen bis 2035 um rund 20 Prozent

Eine der größten Herausforderungen wird es sein, die mit der höheren Nachfrage und dem entsprechend höheren Energieverbrauch einhergehenden CO2-Emissionen zu senken. Der BP Energy Outlook untersucht die weltweiten CO2-Emissionen bis zum Jahr 2035, ausgehend von den prognostizierten Entwicklungen der Energiemärkte und den wahrscheinlichsten energiepolitischen Szenarien. Vor diesem Hintergrund sieht der Outlook die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2035 jährlich um ca. 1 Prozent bzw. insgesamt um 20 Prozent steigen. Der Verlauf dieser Wachstumskurve liegt signifikant über dem von Wissenschaftlern empfohlenen und hier aufgeführten Verlauf, so z.B. dem „450 Scenario“ der IEA.

Breite Palette an Maßnahmen notwendig

Maßnahmen sind zum einen Investitionen in Technologien für eine verbesserte Energieeffizienz und höhere Produktivität. Ebenso kann die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energieträgern zu einer Reduktion der Emissionen beitragen. Dass dies alleine jedoch nicht ausreicht, zeigt ein Blick auf die Prognosen des BP Energy Outlook 2035. Auch wenn der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Primärenergieverbrauch am schnellsten wächst, er wird nach Schätzungen im Jahr 2035 lediglich acht Prozent betragen.

Erdgas wird eine entscheidende Rolle spielen

Ein schneller und effektiver Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen ist die verstärkte Nutzung von Erdgas. Das gilt vor allem, wenn man in der Stromerzeugung zunehmend Kohle durch Erdgas ersetzt. So entfällt auf die Kohle derzeit ein Anteil von ca. 60 Prozent der potentiellen CO2-Emissionen sämtlicher bekannten Reserven an fossilen Energieträgern; Kohle ist damit der kohlenstoffintensivste fossile Brennstoff. Erdgas ist ein kostengünstiger Ersatzbrennstoff für die kohle-gestützte Stromerzeugung, über seinen Einsatz ließen sich die CO2-Emissionen halbieren. 

BP prognostiziert, dass bei der Versorgung der Energiemärkte Erdgas sehr wahrscheinlich eine zunehmend wichtigere Rolle zukommen wird. Sein Anteil an der weltweiten Energieversorgung im Jahr 2035 dürfte bei ca. 26 Prozent liegen und damit genauso groß wie der Anteil der Kohle. 

Ein positives Beispiel zeigt bereits durch die Förderung von Shale Gas in den USA. Dies hat sich nicht nur signifikant auf die Preis- und Nachfrageentwicklung am Gasmarkt in den USA ausgewirkt, sondern auch hinsichtlich der CO2-Emissionen – deren Ausstoß liegt jetzt niedriger als vor 20 Jahren.

BP investiert in Energieeffizienz und weitet Gasaktivitäten aus

Die Förderung und der Verbrauch von fossilen Energieträgern haben einen hohen Anteil an den weltweiten Emissionen. Die privaten Öl- und Gasunternehmen sind Teil der Industrie und damit auch Verursacher. Doch muss diese Tatsache etwas in den Zusammenhang gesetzt werden. Denn es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Eigentümer und Betreiber von Energiequellen. So liegt die Kontrolle über ca. 90 Prozent der bekannten Ölreserven in der Hand staatlicher Ölgesellschaften. Ca. 90 Prozent der CO2-Emissionen von Mineralölprodukten entfallen wiederum auf deren Verbraucher. 

BP wird weiterhin ihren Beitrag leisten. Wir investieren in emissionsärmere Energie, in unserem Portfolio sind Öl- und Gasaktivitäten ungefähr gleichgewichtet, wobei der Gasanteil wächst. Die Erhöhung der Energieeffizienz sowohl unserer Betriebsabläufe wie auch unserer Produkte ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Weitere Informationen (auf Englisch)

Stabile und weltweite politische Rahmenbedingungen notwendig

BP ist der Ansicht, dass für eine nachhaltige Senkung der CO2-Emissionen ein stabiler politischer Rahmen notwendig ist. Es handelt sich um ein sehr komplexes Thema, das in seiner Gesamtheit zu erörtern ist. Dies unterstreicht die Bedeutung der politischen Gestaltung, einen global aussagekräftigen CO2-Preis festzusetzen, der für alle Beteiligten einen Anreiz darstellt, die steigende Energienachfrage auf nachhaltige Weise zu befriedigen.

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