Digitaltechnik: Gestern und Heute

Geschichte der Digitaltechnik bei BP

Der erste Einsatz eines Computers bei BP liegt schon fast 60 Jahre zurück. Seitdem hat sich das Bild mehr als gewandelt. Heute verwendet BP digitale Technologien für unterschiedlichste Anwendungen, beispielsweise für die digitale Bildaufbereitung seismischer Daten oder für die Steuerung von Robotern.

Als die Daten laufen lernten

1956 gehörte BP zu den ersten Unternehmen in Großbritannien, die einen elektronischen Computer benutzten. Sein Name lautete DEUCE, kurz für Digital Electronic Universal Calculating Engine.

Erste Schritte mit mathematischen Modellen

Bob Deam nutzte 1958 in der BP Raffinerie Kwinana in Australien die damals noch geringe Rechenleistung der Computer, um die sogenannte lineare Programmierung zu entwickeln. Nach diesem mathematischen Modell war es möglich, die Wertschöpfung verschiedener Raffinerieprodukte zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu minimieren.

Elektronische Post

Ende der 1980er Jahre hat BP die E-Mail und erste Netzwerktechnologien eingeführt. Das Ende des Schreibmaschinen-Zeitalters hatte begonnen.

BP geht online

Mitte der 1990er Jahre startete BP ihren ersten Internetauftritt.

3D

Im Jahr 1989 benutzte BP erstmals digitale Technik bei der Ölsuche im Tiefseebereich. Die neue Technik kam erstmals westlich der Shetland Inseln, im Golf von Mexiko und vor der Küste Angolas zum Einsatz. Das Unternehmen entwickelte später die Methoden zur seismischen Messung in 3D-Darstellung erfolgreich weiter.

Klar sehen und den Durchblick haben

Seit ihrer Einführung in den späten 1990er Jahren hat die Nutzung speziell ausgestatteter Labors mit der Bezeichnung HIVE, kurz für highly immersive visual environments, zu entscheidenden Verbesserungen in der Analyse seismischer Daten und bei der Bohrlochplanung geführt.

Drahtlose Überwachung von Anlagen

Heute verwendet BP die gemeinsam mit dem Imperial College in London entwickelten sogenannten Wireless-Permasense®-Systeme in sämtlichen unserer Raffinerien. Diese Technologie ermöglicht es, sicherheitskritische Anlagen im Bereich Verarbeitung von Öl und Gas drahtlos zu überwachen. Hauptsächlich geht es darum, Korrosion zu vermeiden.

Glasfasertechnik auf dem Meeresgrund

2007 hat BP im Rahmen ihres Field-of-the-Future®-Technologieprogramms im Golf von Mexiko ein 1.280 Kilometer langes Glasfasernetz auf dem Meeresboden verlegt. Dadurch sind die dort vorhandenen Tiefseeproduktionsanlagen mit einem Rechenzentrum in Houston verbunden. Wegen der nahezu unbegrenzten Bandbreite für die Datenübertragung und Datenkommunikation ist eine Echtzeitüberwachung möglich.

Virtuelle Schulungen

BP verwendet virtuelle-3D-Schulungsumgebungen, um ihre Mitarbeiter anhand möglichst realistischer Arbeitssituationen aus- und weiterzubilden.

Woher weht der Wind?

BP betreibt 16 Windparks in den USA, die rund um die Uhr vom Rechenzentrum in Houston überwacht werden. Die empfangenen Daten geben unter anderem Auskunft über die Turbinenverfügbarkeit, die Stromerzeugungskapazität und die Windstärke.

Supercomputer

2013 hat BP ein neues Rechenzentrum in Houston eröffnet, das über den leistungsfähigsten kommerziellen Forschungscomputer der Welt verfügt. Dieser Supercomputer verarbeitet mehr als 2.000 Trillionen Rechenvorgänge pro Sekunde. Durch das neue Rechenzentrum hat sich die Rechenleistung bei BP auf einen Schlag verdoppelt.

Nutzung von Drohnen

2014 erhielt BP in den USA die Erlaubnis, zum ersten Mal regelmäßige kommerzielle Flüge mit Drohnen zu starten. Durch den Einsatz dieser neuen Technik reduzierte sich der Zeitaufwand für die Inspektion des gesamten BP-Pipelinesystems in Alaska von sieben Tagen auf nur noch 30 Minuten.

Roboter auf dem Vormarsch

2014 nahm BP den Betrieb der weltweit ersten Bohrinsel mit dem Einsatz von Robotertechnik auf. Dadurch ist es möglich, jährlich mehrere Hundert sogenannter Coreflood-Test durchzuführen. Ohne Einsatz von Robotern waren es nur einige Dutzend. Dieser Test hilft, eine Vielzahl neu entwickelter Technologien zur Steigerung der Förderausbeute effektiver auszuwerten, auch bekannt unter Enhanced Oil Recovery.