Sicherheit in der Tiefsee

Die Suche nach und die Förderung von Öl und Gas aus Lagerstätten in der Tiefsee stellt uns vor eine Reihe technischer Herausforderungen.

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Öl und Gasvorkommen können in mehr als 10.000 Metern unter der Meeresoberfläche liegen. Sie sind eingeschlossen von Felsgestein, dicken Salzablagerungen bzw. kompakten Sandschichten. Das Arbeiten in der Tiefsee erfordert komplexe Technologien und den richtigen Umgang mit den dort herrschenden extremen Bedingungen.

Die sicherheitstechnischen Herausforderungen steigen stetig. Die Lagerstätten liegen zunehmend abgeschiedener und sind schwieriger zu erschließen. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, die vorliegenden Risiken zu verstehen und ihnen in geeigneter Weise zu begegnen. 

BP sucht bewusst den Austausch mit Dritten über die Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir aus dem Unfall im Golf von Mexiko gezogen haben. So tragen wir dazu bei, wichtige Fähigkeiten und Praktiken zu entwickeln und zu verbessern, damit sich ein derartiger Unfall nicht wiederholt. 

Höhere Sicherheit bei Bohraktivitäten

Der Einsatz moderner Technologien hilft uns dabei, das Sicherheitsniveau bei der Suche und Förderung von Rohstoffen in der Tiefsee zu verbessern. So setzen wir z.B. unsere BP Well Advisor-Technologie ein, um die Bedingungen im Bohrloch in Echtzeit zu überwachen. Unsere Anlagen sind mit der neuesten Sensorentechnik ausgestattet. Auf diese Weise erhalten wir Betriebsdaten der sicherheitsrelevanten Vorgänge einer Bohrung in Echtzeit. Unsere Experten können dadurch im Ernstfall rasch Gegenmaßnahmen einleiten.

Auch zwischen den Offshore-Bohrinseln und unseren Experten an Land besteht ein direkter Kommunikationsaustausch – mit dem Ziel, bessere, sicherere Entscheidungen für diese Bohrlöcher in der Tiefsee zu treffen.

Best practice weltweit

Durch die Standardisierung von best practice Verfahren erfüllen alle unsere Bohrungen weltweit dieselben Qualitätsanforderungen. Durch die Vernetzung unserer Betriebsabläufe führt die BP Well Advisor-Technologie das Wissen und die Erfahrungen aus unseren Aktivitäten auf der ganzen Welt zusammen.

Erfahrungen nutzen - Technologien weiterentwickeln

Mit unserer Erfahrung entwickeln wir Technologien, um Unfälle zu verhindern bzw. auf diese bestmöglich reagieren zu können.

Ein besonderes Beispiel aus dem Bereich Tiefseebohrungen ist unser sogenanntes Deepwater Well Cap. Dabei handelt es sich um ein 100 Tonnen schweres Ventilsystem, das über ein leckendes Bohrloch gestülpt werden kann, um so den Ölaustritt zu stoppen.

Das System kann in Wassertiefen von bis zu ca. 3.300 Metern und unter sehr hohen Druckbelastungen (über 1000 Bar pro Quadratzoll) eingesetzt werden. Es besteht aus mehr als 250 Einzelkomponenten, darunter u.a. Dispersionseinrichtungen, eine Hydraulikanlage für den Einsatz unter Wasser sowie großen Metallscheren, mit denen sich ein Förderrohr durchtrennen lässt.

Das System ist so konzipiert, dass es innerhalb kürzester Zeit an jeden BP Standort in aller Welt transportiert werden kann.

Von der NASA lernen

Darüber hinaus arbeiten wir mit Experten anderer Industrien und Branchen zusammen, deren Sicherheits- und Risikomanagement hervorragende Standards aufweisen. So haben wir in Zusammenarbeit mit einem Spezialisten aus dem Flugkontrollzentrum der NASA eine 24-stündige Überwachung der Bohrlöcher im Golf von Mexiko eingerichtet.

Erfahrungen und Kenntnisse weltweit austauschen

Wir arbeiten weltweit mit Organisationen zusammen, um unsere Erkenntnisse und Erfahrungen mit anderen zu teilen. Dies gilt natürlich auch für die von uns entwickelten Technologien. Wir wollen, dass unsere Branche in Zukunft besser aufgestellt und ausgerüstet ist, um Unfälle in der Tiefsee zu verhindern bzw. diesen effektiver begegnen zu können. 

BP ist Mitglied der Oil Spill Prevention and Response Advisory Group beim britischen Verband der Öl- und Gasindustrie und ist hier federführend bei Präventivprojekten zur Verhinderung von Unfällen aktiv.

BP beteiligt sich darüber hinaus auch an weiteren Branchen-Projekten, so u.a. an dem Projekt Subsea Well Response (SWRP). Die gemeinnützige Organisation wurde gegründet, um im Ernstfall Abdichtungsmaßnahmen an Bohrlöchern effektiver durchführen zu können. Die Organisation hat unter anderem ein internationales System von Interventionsausrüstungen für den weltweiten Einsatz aufgebaut. 

Daten und Fakten Key facts

  • BPs Einsatzausrüstung (Deepwater Well Cap) kann innerhalb weniger Tage an jeden Ort der Welt transportiert werden
  • 3.300 Meter: Bis zu dieser Wassertiefe kann BPs Einsatzausrüstung eingesetzt werden