Enhanced Oil Recovery

Höhere Förderausbeute vorhandener Lagerstätten

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Zu den großen Herausforderungen der Branche zählt neben der Entdeckung neuer Öl- und Gasvorkommen auch die Steigerung der Förderausbeute, in Fachkreisen bekannt als Enhanced Recovery. 

Vor allem die tertiäre Öl- und Gasförderung birgt enormes Potenzial: Laut Prognosen erreicht die dadurch förderbare Rohstoffmenge aus bereits bekannten Lagerstätten mindestens das Potenzial neu entdeckter Vorkommen.

Die Grenzen traditioneller Fördermethoden

Ein wichtiger Schritt, denn mit derzeit verfügbaren Technologien lässt sich durchschnittlich nur ca. 35% des vorhandenen Öls fördern. 

Unter Eigendruck steigt sogar nur etwa 10% des eingeschlossenen Öls an die Oberfläche. Seit Jahrzehnten kommt in unserer Branche deshalb Wasser zum Einsatz, um einen möglichst großen Anteil des restlichen Öls herauszuspülen. Dieses Verfahren ist auch als „Water-Flooding“ bekannt.

Höhere Ausbeute dank Designer Water®-Technologie

Zur weiteren Optimierung des Water-Flooding-Verfahrens hat BP diverse Technologien entwickelt, u. a. sogenanntes Designer Water®. Der geringere Salzgehalt dieses speziellen Bohrwassers erleichtert das Eindringen in mikroskopisch kleine Gesteinskanäle, so dass dort mehr Öl ausgeschwemmt wird. Die so erreichte Verbesserung der Förderquote liegt bei fünf bis zehn Prozent.

Kleinste Kugeln mit großer Wirkung

Auch Nanotechnologie wird von BP zur Enhanced Recovery verwendet. Bei dieser Technik fließen Polymere, die kleinste Kügelchen bilden, gemeinsam mit dem kalten Wasser in die winzigen Gesteinshohlräume. Da die Temperaturen in der Tiefe, fernab des Bohrlochs, rapide ansteigen, dehnen sich diese Nanopartikel thermisch um mehrere Größenordnungen aus. Aus den kleinen Kügelchen werden Kugeln, die den Durchgang der Hohlräume versperren. So nimmt das Wasser automatisch nicht immer den gleichen Weg, sondern erschließt auch weniger durchlässige Gesteinsschichten – und damit das dort liegende Öl.