Petrochemie: unverzichtbare Grundstoffe für viele Alltagsprodukte

Die Petrochemie ist ein bedeutender Geschäftszweig der BP Europa SE. Im Mittelpunkt der Aktivitäten in Deutschland steht der integrierte Raffinerie- und Petrochemie Standort in Gelsenkirchen. BP ist damit ein wichtiger Teil des Chemieverbunds in NRW.

Was entsteht aus petrochemischen Vorprodukten?

Die BP Europa SE verfügt über ein bedeutendes Petrochemie-Geschäft. Darunter versteht man die erste Stufe der Verarbeitung von rohölbasierten Rohstoffen (wie z.B. Naphtha) zu petrochemischen Grundstoffen, die für einen modernen Alltag unverzichtbar sind. Das sind vor allem Stoffe, die für die Kunststoffproduktion benötigt werden, aber auch Wasch- und Reinigungsmittel oder zum Beispiel Synthesekautschuk oder Zwischenprodukte für Pharmazeutika werden mit den Grundstoffen von BP hergestellt. 

Die Petrochmie-Aktivitäten in Europa umfassen das Betreiben von Anlagen und die Vermarktung von Produkten aus den BP Raffinerien in Gelsenkirchen, Lingen, Rotterdam (Niederlande) und Castellon (Spanien).

Wettbewerbsvorteil: Integrierter Raffineriestandort Gelsenkirchen

Der größte Petrochemiestandort der BP Europa SE ist Gelsenkirchen. Der Anteil der Petrochemie an der jährlichen Produktionskapazität beträgt rund 20 Prozent. Bezogen auf die Jahresproduktion der beiden Hauptprodukte Ethylen und Propylen gehört der Standort zu den größten in Europa. 

Am Standort Gelsenkirchen sind die Raffinerie- und die Petrochemieproduktion eng verzahnt. Die Petrochemieanlagen verarbeiten Stoffströme aus der Rohöldestillation und Verbundanlagen weiter. Durch die Kombination lassen sich verfahrenstechnische und logistische Vorteile realisieren. Die Petrochemieprodukte werden in den Olefin-Anlagen und der Aromaten-Anlage hergestellt.

Produziert werden pro Jahr insgesamt ca. 3 Millionen Tonnen an Petrochemikalien wie z.B. Ethylen, Propylen oder Benzol und an Kunden in ganz Deutschland aber auch Europa vermarktet. Ein großer Teil der Produkte bleibt allerdings in einem Umkreis von 50 Kilometern und wird per Pipeline an Kunden im lokalen Chemie-Cluster geliefert und dort entlang der Wertschöpfungsketten weiterverarbeitet und veredelt.

Bedeutende Rolle für das lokale Chemiecluster

Insgesamt sind rund 15.000 Menschen bei über 15 verschiedenen Firmen direkt an der Wertschöpfungskette vom Rohöl bis zum fertigen Chemie-Produkt im Chemie-Cluster im nördlichen Ruhrgebiet beschäftigt.