1951 - Tanken mit Aralbert

Als im Frühjahr 1951 in Deutschland wieder Aral Markenkraftstoffe erhältlich waren, begann die BV-Aral AG umgehend mit umfangreichen Werbemaßnahmen.

Die internationalen Mineralölkonzerne hatten ihren Vertrieb nach Ende des Zweiten Weltkriegs bereits früher wieder aufnehmen dürfen, sodass es nun galt, die verloren gegangene Marktführerschaft im beginnenden Zeitalter der Massenmotorisierung möglichst schnell wiederzuerlangen. Hatte sich die Markenwerbung bislang auf Handzettel und Broschüren beschränkt, ergänzten nun neue Marketingkonzepte die Außendarstellung des Unternehmens. Erstmals konnten Tankstellenpartner Markentreue mit Werbegeschenken belohnen. Den Anfang machten Streichhölzer, Feuerzeuge, Gummibälle und eine Biegefigur der Firma Schleich namens Aralbert.
 
Während sich die Aral Printmedien vorrangig auf die Herausstellung der Produktqualität konzentrierten, transportierte Aralbert eine andere Botschaft. Er stand für den herausragenden Service an Aral Tankstellen, den Tankwart, der alle Dienstleistungen rund um das Automobil zur vollsten Zufriedenheit der Fahrer erfüllte. Ein kleines Begleitheft vermittelte zudem das Motto der freundlichen Tankstelle, während sich das Spielzeugkonzept erstmals in der Aral Geschichte auch an die Kinder der Kunden richtete.
 
Nachdem die Verteilung der Figur Anfang des 1960er Jahre ausgelaufen war, wurde es zunächst still um Aralbert. Erst als die Aral AG Anfang der 1970er Jahre die Patenschaft für Aralbert und Araline, die Seehunde des Bochumer Tierparks, übernahm, erlebte das Konzept eine Renaissance. Über etwa 15 Jahre stand Aralbert für den anonymen Kommentator in der Aral Mitarbeiterzeitung „voran“. In den 1980er Jahren war er außerdem als Plüschtier erhältlich.