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Wie geeignet ist mein Haus für Solarstrom?

Gute Erträge nicht nur bei Idealbedingungen
Wie bei landwirtschaftlichen Produkten ist auch bei der „Solarstromernte“ der Ertrag von verschiedenen Standortfaktoren abhängig. Es gibt zwar Idealbedingungen, die zu maximalen Erträgen führen, ein lohnender Einsatz von Solarstromanlagen ist allerdings keineswegs auf bestimmte Regionen Deutschlands begrenzt – zumal moderne Anlagen immer höhere Wirkungsgrade erzielen.
Haus mit Solarmodulen der Poly 3-Serie auf den Dach
Wie rentabel eine Solarstromanlage auf Ihrem Dach ist, hängt im Wesentlichen von vier Kriterien ab:

1. Sonneneinstrahlung

Der Stromertrag der Solaranlage hängt maßgeblich von der Intensität der Sonneneinstrahlung am Standort ab. Auch wenn in Südeuropa die Sonne öfter scheint und die Sonneneinstrahlung in Deutschland häufig durch Wolken getrübt wird, können auch hierzulande Solarstromanlagen wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden. Denn die Solarzellen wandeln auch diffuses Licht fast ebenso effektiv in elektrischen Strom um, wie direkte Sonneneinstrahlung. Des Weiteren spielt die Temperatur für den Ertrag eine Rolle, denn die meisten Solarzellen erzielen umso höhere Wirkungsgrade, je kühler sie sind. So bringt in südlicheren Ländern die Anlage durch direkte Sonneneinstrahlung zwar mehr Ertrag, die Zellen werden jedoch viel heißer und lassen die Ausbeute wiederum sinken.

Sehr gute Einstrahlungsbedingungen für den Betrieb einer Solarstromanlage herrschen im Süden Deutschlands. Vor allem Bayern, Baden-Württemberg, das Saarland, der südliche Teil von Rheinland-Pfalz und Teile Sachsens zählen zu Deutschlands Sonnenregionen mit Idealbedingungen. Die durchschnittliche Einstrahlungsintensität liegt hier bei etwa 1090 Kilowattstunden pro Quadratmeter, was mehr als der Hälfte der Solarenergiemenge entspricht, die wir in der Sahara vorfinden. Aber auch in einstrahlungsschwächeren Gebieten wie Norddeutschland ist eine Solarstromanlage mittlerweile aufgrund fortgeschrittener Technik und einer begleitenden Einspeisevergütung (Erneuerbare-Energien-Gesetz) wirtschaftlich sinnvoll.

2. Dachkonstruktion

Das Dach muss das Gewicht einer Solarstromanlage tragen können. Bei statischen Berechnungen sind zu beachten:
  • das Eigengewicht der Module und der Tragekonstruktion
  • das Gewicht von eventuellen Schneelasten im Winter
  • die Zug- und Druckkräfte des Windes
In der Regel werden diese Zusatzbelastungen von der Lastreserve der vorhandenen Dachkonstruktion aufgefangen. Allein die rechnerische Schneelast auf einem konventionell gedeckten Dach ist schon auf den fünffachen Wert der gesamten Last einer Solarstromanlage ausgelegt. Inklusive Tragekonstruktion bewirkt die Solarstromanlage lediglich ein Gewicht von unter 20 Kilogramm pro Quadratmeter Modulfläche.

3. Dachneigung und Dachausrichtung

Dachneigung und Dachausrichtung sind weitere Faktoren, die sich auf den Solarstromertrag auswirken. Das ideale Dach ist bei exakter Südausrichtung etwa 30 Grad geneigt. Weichen Dächer von diesen Idealbedingungen ab, so sind die Erträge etwas geringer, zwischen 20 und 50 Grad Dachneigung jedoch immer noch rentabel. Grundsätzlich sind für Solarstromanlagen daher Dächer interessant,
  • deren Neigungswinkel zwischen 20 und 50 Grad beträgt und
  • deren Ausrichtung zwischen Südost und Südwest liegt (Abweichungen von Süd jeweils 50 Grad nach Osten oder Westen).
Im Süden Deutschlands ist der Spielraum für Abweichungen von den Idealwerten größer als im Norden. Darüber hinaus können auch größere Flachdächer oder Fassaden geeignet sein.

4. Verschattungen aus der Umgebung

Berücksichtigen Sie bei der Planung einer Solarstromanlage unbedingt eventuelle Leistungsbeeinträchtigungen durch Verschattung von umliegenden Gebäuden, Bäumen, Bergen, aber auch anderen Dachaufbauten wie z. B. Gauben oder Schornsteine. Auch wachsende Bäume und zukünftig zu erwartende Bauaktivitäten von Nachbarn könnten noch nach Jahren als Verschattungsursachen auftreten. Aufgrund der speziellen Verschaltung der Solarzellen und -module können bereits kleine Schatten auf einer großen Modulfläche zu einer deutlichen Leistungsminderung der gesamten Anlage führen.

BP Solar Zertifizierter Installateur

Der Fachmann in Ihrer Nähe prüft vor Ort gern persönlich, wie rentabel eine Solarstromanlage auf Ihrem Dach ist.
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