Wie geeignet ist mein Haus für Solarstrom?
1. Sonneneinstrahlung
Der Stromertrag der Solaranlage hängt maßgeblich von der Intensität der Sonneneinstrahlung am Standort ab. Auch wenn in Südeuropa die Sonne öfter scheint und die Sonneneinstrahlung in Deutschland häufig durch Wolken getrübt wird, können auch hierzulande Solarstromanlagen wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden. Denn die Solarzellen wandeln auch diffuses Licht fast ebenso effektiv in elektrischen Strom um, wie direkte Sonneneinstrahlung. Des Weiteren spielt die Temperatur für den Ertrag eine Rolle, denn die meisten Solarzellen erzielen umso höhere Wirkungsgrade, je kühler sie sind. So bringt in südlicheren Ländern die Anlage durch direkte Sonneneinstrahlung zwar mehr Ertrag, die Zellen werden jedoch viel heißer und lassen die Ausbeute wiederum sinken.
Sehr gute Einstrahlungsbedingungen für den Betrieb einer Solarstromanlage herrschen im Süden Deutschlands. Vor allem Bayern, Baden-Württemberg, das Saarland, der südliche Teil von Rheinland-Pfalz und Teile Sachsens zählen zu Deutschlands Sonnenregionen mit Idealbedingungen. Die durchschnittliche Einstrahlungsintensität liegt hier bei etwa 1090 Kilowattstunden pro Quadratmeter, was mehr als der Hälfte der Solarenergiemenge entspricht, die wir in der Sahara vorfinden. Aber auch in einstrahlungsschwächeren Gebieten wie Norddeutschland ist eine Solarstromanlage mittlerweile aufgrund fortgeschrittener Technik und einer begleitenden Einspeisevergütung (Erneuerbare-Energien-Gesetz) wirtschaftlich sinnvoll.2. Dachkonstruktion
Das Dach muss das Gewicht einer Solarstromanlage tragen können. Bei statischen Berechnungen sind zu beachten:- das Eigengewicht der Module und der Tragekonstruktion
- das Gewicht von eventuellen Schneelasten im Winter
- die Zug- und Druckkräfte des Windes
3. Dachneigung und Dachausrichtung
Dachneigung und Dachausrichtung sind weitere Faktoren, die sich auf den Solarstromertrag auswirken. Das ideale Dach ist bei exakter Südausrichtung etwa 30 Grad geneigt. Weichen Dächer von diesen Idealbedingungen ab, so sind die Erträge etwas geringer, zwischen 20 und 50 Grad Dachneigung jedoch immer noch rentabel. Grundsätzlich sind für Solarstromanlagen daher Dächer interessant,- deren Neigungswinkel zwischen 20 und 50 Grad beträgt und
- deren Ausrichtung zwischen Südost und Südwest liegt (Abweichungen von Süd jeweils 50 Grad nach Osten oder Westen).
