BP Schmierstoffe - Die Geschichte

Die 50er

Aus den Vorläuferunternehmen Olex, Steaua Romana und Runo-Everth entsteht am 4. September 1950 die österreichische "Benzin- und Petroleum AG". Ihr erster Generaldirektor ist Heinrich Stahl. Umgehend wird mit dem Ausbau des Tankstellen- und Ölgeschäftes begonnen.

1955 ist BP in Wien mit 30 Tankstellen und 20 % Marktanteil führend. Noch im selben Jahr wird mit dem Flüssiggasgeschäft begonnen. Ein Jahr später übersiedelt das Unternehmen das Unternehmen auf den Schwarzenbergplatz 13 im 1. Bezirk in Wien.

Mit dem legendären Puch 500 und dem Messerschmitt-Roller wird Mobilität zum Massenthema. Ein Liter Normalbenzin kostet 3,50 Schilling. 1958 betreibt BP österreichweit bereits 384 Tankstellen und 14 Lager.

Zehn Jahre nach Gründung der BP in Österreich machen einige Tankstellenpächter bereits einen Umsatz von 1 Million Liter Treibstoff pro Jahr.
   
   

Die 60er

International stehen die 60er Jahre für BP unter einem guten Stern. Öl wird in Libyen und Abu Dhabi gefördert, in der Nordsee wird Ergas entdeckt. Später wird man in Alaska fündig.

In Österreich setzt man mit zwei Innovationen Akzente: 1962 werden die Super-Mix-Pumpen eingeführt, sechs Jahre später folgt in Melk an der Donau die erste schwimmende Tankstelle. Im selben Jahr bringt BP mit "Visco Strato" das erste Mehrbereichsöl der Welt auf den Markt.
1967 beschließen ÖMV, Shell, Mobil, Esso, Agip, Total und BP die gemeinsame Errichtung der Adria-Wien-Pipeline von Triest nach Schwechat, die drei Jahre später in Betrieb geht.

Nach Ernst Hoor wird Derek F. Armstrong Generaldirektor. Prinz Philip besucht die Österreich-Zentrale von BP in Wien.
1962 - Markteinführung von Visco Strato
Der 6-Tage-Krieg bricht im Mittleren Osten aus. Der Suezkanal wird geschlossen, in Libyen diktiert Gaddafi neue Rohölpreise. Ein erster Vorgeschmack auf die Herausforderungen der 70er Jahre.
   

Die 70er

BP in Österreich beginnt das neue Jahrzehnt mit dem Aufbau eines BP Haupthändler-Netzes und steigert den Gesamtverkauf von Mineralölprodukten auf 849.000 Tonnen.

1971 landet der erste Jumbo-Jet am Flughafen Wien und wird von einem BP Großtankwagen befüllt. 1972 wird Hansjörg Hirnigel zum Generaldirektor der BP in Österreich bestellt, die zwei Jahre später - nach der Auflassung des unrentabel gewordenen Geschäftszweiges Petroleum - in die "BP Austria AG" umgewandelt wird.

Der Nahostkonflikt eskaliert, Lieferschwierigkeiten und Embargos lassen den Rohölpreis von 1,80 Dollar auf 40 Dollar steigen. Die gestiegenen Benzinpreise sind in aller Munde. Österreich reagiert auf den ersten Ölschock mit der Einführung eines autofreien Tages. Immer öfter werden Öl und Politik in den 70ern zum gemeinsamen Thema.

Wie schon 1964 sorgt BP Austria auch 1976 mit Flüssiggas für die Flammen des olympischen Feuers bei den Winterspielen in Österreich.
   

Die 80er

Hansjörg Hirnigel lenkt ein weiteres Jahrzehnt die Geschicke der BP Austria.

Der Energiemarkt Österreichs zeigt sich in den 80er Jahren von einer neuen Seite. Staribacher, Kreisky und Benya stimmen nach zähen Verhandlungen mit den Ölgesellschaften einer weitgehenden Freigabe der Benzinpreise zu.
Die 80er - Im Zeichen der Expansion
International stehen die 80er Jahre für BP weiter im Zeichen einer gezielten Expansion. Erst wird der Britoil-Konzern gekauft, dann fusioniert BP mit Standard Oil. Neue Produktionsstätten werden in der Nordsee und in Alaska erschlossen.
Auch BP Austria ist gut unterwegs und erwirtschaftet mit 300 Mitarbeitern mehr als 100 Millionen Schilling Gewinn. 250 Tankstellen sind dafür österreichweit in Betrieb.

Nach außen tritt BP ab 1989 weltweit mit einer neuen Corporate Identity auf, die auch bald in Österreich das Straßenbild mitprägt. In Aufbruchstimmung startet BP in die 90er Jahre.
   

Die 90er

Im fünften Jahrzehnt zeigt sich BP Austria dynamischer denn je. Sei es beim Sponsorship des Vienna City Marathons oder bei der BP Alpine Balloon Trophy - BP zeigt Präsenz.

Winfried P.R. Vogler lenkt in Österreich ab 1990 den international eingeleiteten Prozeß zur Entbürokratisierung und Dynamisierung des Unternehmens sowie zur Erhöhung der Veränderungsbereitschaft. Der Kulturwandel gelingt. Dennoch versetzen die mageren Ergebnisse zu Beginn des Jahrzehnts BP und der Finanzwelt einen Schock, von dem sie sich erst nach Jahren erholt.

Eine "Leistungskultur" ersetzt die "Investitionskultur" und BP ist international wieder im Aufwind. Die BP Austria ist integraler Teil der BP Oil Europe und richtet sich zunehmend nach Geschäftsbereichen aus.

Das Joint Venture mit Mobil sorgt weltweit für Schlagzeilen und bringt auch in Österreich einschneidende Veränderungen mit sich. Guido Fortis, seit 1994 Generaldirektor, ist Sprecher von BP/Mobil in Österreich. Es gelingt, den Zusammenführungsprozeß fair und sozial zu gestalten. Einmal mehr optimiert BP ihre Effizienz und Flexibilität, aus Wettbewerbern werden Partner, die das beste aus zwei Welten vereinen und weiterentwickeln.
1999 übernimmt Roland Pototschnig die Führung der BP Austria. International wird der Kauf des US-Konzerns Amoco bekannt gegeben. Es folgen die Übernahmen von Arco und Burmah Castrol. Die Trennung des europäischen Joint Ventures steht trotz seiner erfolgreichen Entwicklung aus übergeordneten Gründen bevor. Die Fusion von Exxon und Mobil auf globaler Ebene bedingt eine Beendigung der Kooperation mit BP Amoco in Europa.
BP zeigt Präsenz - dynamischer denn je
Die Aktivitäten im Bereich Schmierstoffe werden über die BP Schmierstoffe geführt, deren Ziel es ist, Kunden und Partnern leistungsorientierte, technologisch hochentwickelte und umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen anzubieten.
   

Aufbruch ins dritte Jahrtausend

Weltweit arbeiten mehr als 100.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern für BP. Die BP Austria zählt mit einem Gesamtmarktanteil von über 20 % zu den drei bedeutendsten Mineralölunternehmen Österreichs. Ihre Verkaufsaktivitäten umfassen das Tankstellengeschäft mit einem Netz von 408 Stationen, den Vertrieb von Heizöl, Flüssiggas, Schmierstoffen, Flugtreibstoff, Bitumen und chemischen Produkten, sowie eine lokale Verkaufsschiene für Solarenergie.

BP präsentiert sich im dritten Jahrtausend mit einem völlig neuen und zeitgemäßem Unternehmensauftritt. Das nach dem griechischen Sonnengott benannte "Helios"-Symbol, ein Sonnenrad in den Farben Grün und Gelb, prägt nun das Erscheinungsbild von BP.
Roland Pototschnig legt sein Vorstandsmandat per 30. Juni 2001 zurück und wird in den Aufsichtsrat der BP Austria AG berufen. Sein Nachfolger wird Hans Strassl, zusätzlich werden Gustav Trubatsch und Werner Lohrberg in den Vorstand der BP Austria AG berufen.
'Helios' - Aufbruch in eine neue Ära
Die neue BP steht für "beyond petroleum" - weit mehr als Erdöl. BP will, weltweit und in Österreich, innovative Energielösungen anbieten und gesellschaftliche Verantwortung zeigen. Die Zukunft hat schon begonnen.

Ab 1.5.2010: BP Europa SE Zweigniederlassung BP Austria, Abteilung Lubricants