Fossile Energieträger decken fast zwei Drittel des Schweizer Verbrauchs ab

Datum: 21 Juni 2018

Die Erdölbranche liefert etwa die Hälfte der Schweizer Energie, dies geht aus der heutigen Publikation des Bundesamts für Energie hervor. Effizientere Technologien und eine geringere Anzahl Heizgradtage sorgten 2017 für einen niedrigeren Verbrauch von Erdölprodukten.

Insgesamt machen die fossilen Energieträger knapp zwei Drittel des Energieverbrauchs aus. Erdölprodukte bleiben die wichtigsten Energieträger, obwohl deren Anteil tendenziell schrumpft. 2017 hat man in der Schweiz witterungsbedingt weniger Heizöl verbraucht. Die biogenen Treibstoffe spielen zunehmend eine Rolle in der Energielandschaft und reduzieren den CO2-Austoss im Verkehr ohne Komforteinbussen.

Die Schweizer Wirtschaft, der Motorfahrzeugbestand, die Wohnbevölkerung, die Flugbewegungen und die industrielle Produktion sorgen für eine hohe Nachfrage nach Erdölprodukten. Effizienzsteigerungen und Substitutionseffekte lassen aber längerfristig den Verbrauch sinken.

Weniger Treibstoffverbrauch

Im Strassenverkehr ist der Treibstoffverbrauch gegenüber dem Vorjahr gesunken. «Jährlich nimmt die Verkehrsleistung in der Schweiz um 1 Milliarde Personenkilometer zu. Dank effizienterer Fahrzeuge sinkt aber der Treibstoffverbrauch», betont Roland Bilang, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung.

Entgegen dem langjährigen Trend ist ein Rückgang beim Verbrauch des fossilen Diesels zu verzeichnen. Dieser wächst fast ohne Unterbruch seit 20 Jahren. Letztes Jahr ist aber der fossile Anteil aufgrund des Einsatzes von Biodiesel gesunken.

Roland Bilang erklärt: «Dieses erfreuliche Ergebnis ist auf das Engagement der Erdölbranche für den Klimaschutz zurückzuführen.» Die Schweizerinnen und Schweizer verbrauchen immer mehr biogene Treibstoffe. Heute liefern die Biotreibstoffe doppelt so viel Energie in der Schweiz wie die Sonne.«Der Verbrauch von Biotreibstoffen ist um mehr als 50% gestiegen. So konnten beinahe 500 000 Tonnen CO2 im Verkehr eingespart werden.»