Energiemarkt der Zukunft

Steigende CO2-Emissionen als große Herausforderung

Verstärkte Nutzung von Erdgas kann bedeutenden Beitrag leisten

Sowohl die Weltbevölkerung wie auch das verfügbares Einkommen steigen kontinuierlich. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für die globale Energiewirtschaft, die daraus resultierende Energienachfrage kostengünstig, sicher und nachhaltig zu befriedigen. Der Anstieg der Bevölkerungszahlen wie auch das Wirtschaftswachstum sind die treibenden Faktoren für die steigende Energienachfrage. Prognosen besagen, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2040 auf über neun Milliarden Menschen anwachsen wird.

Verbesserte Energieeffizienz wird zwar dazu führen, das Wachstum beim Energieverbrauch zu verlangsamen. Allerdings wird sich die weltweite Energienachfrage bis zum Jahr 2040 um etwa ein Drittel erhöhen.

CO₂-Emissionen steigen bis 2040 um rund zehn Prozent

Eine der größten Herausforderungen wird es sein, die mit der höheren Nachfrage und dem entsprechend höheren Energieverbrauch einhergehenden CO₂-Emissionen zu senken. Der BP Energy Outlook untersucht die weltweiten CO₂-Emissionen bis zum Jahr 2035, ausgehend von den prognostizierten Entwicklungen der Energiemärkte und den wahrscheinlichsten energiepolitischen Szenarien. Vor diesem Hintergrund sieht der Outlook die CO₂-Emissionen bis zum Jahr 2040 um insgesamt zehn Prozent steigen.

Breite Palette an Maßnahmen notwendig

Maßnahmen sind zum einen Investitionen in Technologien für eine verbesserte Energieeffizienz und höhere Produktivität. Ebenso kann die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energieträgern zu einer Reduktion der Emissionen beitragen. Dass dies alleine jedoch nicht ausreicht, zeigt ein Blick auf die Prognosen des BP Energy Outlook 2018. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Primärenergieverbrauch wächst am schnellsten. Er wird nach Schätzungen im Jahr 2040 bei 14 Prozent liegen.

Erdgas wird eine entscheidende Rolle spielen

Ein schneller und effektiver Beitrag zur Senkung von CO₂-Emissionen ist die verstärkte Nutzung von Erdgas. Das gilt vor allem, wenn man in der Stromerzeugung zunehmend Kohle durch Erdgas ersetzt. Erdgas ist ein kostengünstiger Ersatzbrennstoff für die kohle-gestützte Stromerzeugung, über seinen Einsatz ließen sich die CO₂-Emissionen halbieren. 

BP prognostiziert, dass bei der Versorgung der Energiemärkte Erdgas sehr wahrscheinlich eine zunehmend wichtigere Rolle zukommen wird und bis zum Jahr 2040 Kohle als zweitgrößte Energiequelle ablösen wird.

BP investiert in Energieeffizienz und weitet Gasaktivitäten aus

Die Förderung und der Verbrauch von fossilen Energieträgern haben einen hohen Anteil an den weltweiten Emissionen. Die privaten Öl- und Gasunternehmen sind Teil der Industrie und damit auch Verursacher. Doch muss diese Tatsache etwas in den Zusammenhang gesetzt werden. Denn es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Eigentümer und Betreiber von Energiequellen. So liegt die Kontrolle über ca. 90 Prozent der bekannten Ölreserven in der Hand staatlicher Ölgesellschaften. Ca. 90 Prozent der CO₂-Emissionen von Mineralölprodukten entfallen wiederum auf deren Verbraucher. 

BP wird weiterhin ihren Beitrag leisten. Wir investieren in emissionsärmere Energie, in unserem Portfolio sind Öl- und Gasaktivitäten ungefähr gleichgewichtet, wobei der Gasanteil wächst. Die Erhöhung der Energieeffizienz sowohl unserer Betriebsabläufe wie auch unserer Produkte ist uns ein wichtiges Anliegen.