1. Home
  2. Presse
  3. Energie-Analysen
  4. Energy Outlook 2019
  5. Einweg-Plastik-Verbot

Einweg-Plastik-Verbot-Szenario

Das größte prognostizierte Wachstumspotential beim Öl in den nächsten 20 Jahren liegt nicht in der auf Verbrennung basierenden Nutzung von flüssigen Energieträgern, sondern in der Verwendung von Öl als Rohstoff insbesondere für die petrochemische Industrie bei der Herstellung von Produkten aus Kunststoff.
BP Energy Outlook 2019: Einweg-Plastik-Verbot (Foto: ITTIGallery/SHutterstock.com)

Das Wachstum der nicht auf Verbrennung basierenden Nachfrage im Evolving Transition Scenario ist jedoch langsamer als in den Vorjahren. Ursache dafür ist die Annahme, dass sich die Vorschriften für die Verwendung und das Recycling von Kunststoffen in den nächsten 20 Jahren erheblich verschärfen. Angesichts von Umweltbedenken im Hinblick auf Einmalprodukte aus Kunststoff wird im Outlook auch ein Verbot für diese Produkte im „Einweg-Plastik-Verbot-Szenario“ untersucht. Dort wird eine noch schnellere Verschärfung der Regeln unterstellt, die dann ab 2040 in ein weltweites Verbot für Einmalprodukte aus Kunststoff münden.

 

In diesem Szenario steigt die Ölnachfrage langsamer als im Evolving Transition Scenario. Der Outlook bringt jedoch klar zum Ausdruck, dass die volle Auswirkung auf das Energiewachstum und die Umwelt von den alternativen Materialien abhängt, die anstelle von Kunststoff für Einmalprodukte verwendet werden können. Ein Verbot von Einmalprodukten aus Kunststoff könnte zu einem Anstieg des Energiebedarfs und der CO2-Emissionen führen, ohne dass weitere Fortschritte bei alternativen Materialien und der weit verbreitete Einsatz von Sammel- und Wiederverwertungssystemen erzielt werden.