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Schneller-Wandel-Szenario

Das Rapid Transition Szenario ist die Kombination der separaten Analysen des Outlook, das die politischen Maßnahmen für einen geringerem CO₂-Ausstoß von Industrie, Gebäuden, den Verkehrssektor und Strom in einem einzigen Szenario zusammenführt.
BP Energy Outlook 2019: Schneller Wandel (Foto: Lukiyanova Natalia frenta/Shutterstock.com)

Dieser Ansatz ergibt einen Rückgang der CO2-Emissionen bis 2040 um etwa 45 Prozent gegenüber dem derzeitigen Niveau - was weitgehend dem Mittelwert von externen Prognosen entspricht, die unterstellen, dass sie mit der Erreichung der Pariser Klimaziele vereinbar sind. Dieser Rückgang ergibt sich durch Fortschritte bei der Energieeffizienz, einer Umstellung auf CO2-ärmere Energieträger, der umfänglichen Nutzung von der Carbon Capture Utilization and Storage Technologie (CCUS) sowie, von besonderer Bedeutung für den Stromsektor, einem deutlichen Anstieg der CO2-Bepreisung. Der Stromsektor ist derzeit die größte Einzelquelle für Treibhausgas-Emissionen aus der Energienutzung; deshalb ist es wichtig, dass weltweit weiterhin nach Wegen gesucht wird, die Emissionen aus diesem Sektor zu reduzieren. Im Vergleich dazu fällt die Senkung der Kohlendioxid-Emissionen aus dem Verkehrssektor bis 2040 in allen untersuchten Szenarien relativ gering aus.

 

„Maßnahmen für den Stromsektor sind von zentraler Bedeutung, um eine wesentliche Reduzierung der Emissionen in den nächsten 20 Jahren zu erreichen. Um den Kohlendioxidausstoß weltweit zu senken, liegen die am leichtesten umsetzbaren Möglichkeiten außerhalb des Verkehrssektors", sagt Dale.

 

Selbst beim Rapid Transition Szenario bleiben die CO2-Emissionen im Jahr 2040 signifikant hoch. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssten in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts diese verbleibenden Emissionen stark reduziert und durch negative Emissionen ausgeglichen werden. Die aktuelle Ausgabe des Outlook untersucht, welche Technologien und Entwicklungen nach 2040 eine zentrale Rolle bei dieser Reduzierung spielen könnten.  Eine äußerst wichtige Entwicklung wäre eine nahezu vollständige Dekarbonisierung des Stromsektors bei gleichzeitig stärkerer Nutzung von erneuerbaren Energien, CCUS und Erdgas. Damit einher geht eine stärkere Elektrifizierung von Endverbraucheraktivitäten (einschließlich des Verkehrssektors). Für diejenigen Anwendungen, die nicht elektrifiziert werden können, sind andere Arten CO2-ärmerer Energieträger wie beispielsweise Wasserstoff und Bioenergie wichtig. Darüber hinaus werden die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und die stärkere Einführung von Techniken zur Speicherung und Entsorgung von Kohlendioxid hervorgehoben.