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EU Factsheet

Energiemarkt der Europäischen Union 2018

Die CO2-Emissionen in der EU sind zum ersten Mal seit drei Jahren wieder rückläufig, da erneuerbare Energien und eine niedrigere Energieintensität die fossilen Brennstoffe aus dem Energiemix drängen.
-0,2 Prozent Primärenergieverbrauch erstmals seit drei Jahren wieder rückläufig

Primärenergieverbrauch erstmals seit drei Jahren wieder rückläufig 

5.0 Prozent Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung

Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung 

-2.0 Prozent Emissionsrückgang 2018

Emissionsrückgang 2018

-9.3 Prozent Senkung des EU- Kohleverbrauchs 2018

Senkung des EU- Kohleverbrauchs 2018 

  1. Nach drei Jahren des Anstiegs ist die Primärenergienachfrage der Europäischen Union (EU) wieder gesunken, bedingt durch einen Rückgang beim Verbrauch fossiler Brennstoffe.
  2. Der Rückgang bei der Primärenergie stellte sich trotz eines überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums ein, was auf die stetigen Fortschritte bei der Verringerung der Energieintensität zurückzuführen ist.  
  3. Eine rückläufige Nachfrage und das starke Wachstum der erneuerbaren Energien, die den Anteil von Gas und Kohle am Strommix senken, trugen dazu bei, die Gesamtemissionen um 2 Prozent zu verringern.
  • Der Primärenergieverbrauch in der EU sank um 4 Mio. Tonnen RÖE (0,2 Prozent).  Dies war der erste Rückgang seit drei Jahren, obwohl die Verringerung geringer ausfiel als der 10-jährige Jahresdurchschnitt in Höhe von 0,5 Prozent (-13 Millionen Tonnen RÖE).
  • Der Ölverbrauch ging um 50 Kb/d (Tausend Barrel pro Tag) zurück (0,4 Prozent), in erster Linie bedingt durch einen starken Rückgang beim Dieselkraftstoff, und spiegelte vor allem eine Abschwächung industrieller Aktivitäten wider, insbesondere in Deutschland.
  • Als einziger der für Verkehrszwecke eingesetzten Treibstoffe verzeichnete Flugtreibstoff eine Erhöhung (+50 Kb/d); diese Entwicklung ist auf eine stetige Erholung der verfügbaren Haushaltseinkommen, den Wettbewerb unter Billigfluglinien und auf Fluggesellschaften zurückzuführen, die ihre Einkäufe auf einem niedrigen Preisniveau absichern.
  • Die Nachfrage nach Gas sank um 6 Millionen Tonnen RÖE (1,6 Prozent) und die nach Kohle um 12 Millionen RÖE (5,1 Prozent).
  • Die Wind- und Solarenergieerzeugung stieg um 5 bzw. 7 Prozent. Diese Werte liegen unter dem globalen Durchschnitt, spiegeln jedoch die relativ hohe Marktreife (dieser Techniken) in Europa wider. Erneuerbare Energien verzeichneten einen Anteil von nahezu 10 Prozent an der Primärenergie und von 22 Prozent an der Stromerzeugung. 
  • Die Erzeugung von Kernenergie war weiter rückläufig und sank 2018 um 1 Million Tonnen RÖE, obwohl dieser Rückgang unter der durchschnittlichen Rate von jährlich zwei Millionen Tonnen RÖE in den zurückliegenden 10 Jahren lag.
  • Die CO2 -Emissionen gingen um 69 Millionen Tonnen (2,0 Prozent) zurück. Diese Entwicklung und das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum in Europa führten dazu, dass die CO2-Intensität der EU (CO2-Emissionen pro Einheit BIP) um 4 Prozent sank und damit deutlich über dem weltweiten Durchschnittsrückgang von 1,6 Prozent lag. Die beiden rückläufigen Entwicklungen ergeben sich durch den sinkenden Anteil beider Energieträger an der Stromerzeugung. Der Rückgang fossiler Brennstoffe an der Stromerzeugung verweist gleichzeitig auf das starke Wachstum von Wind-, Solar- und Wasserenergie sowie auf eine insgesamt sinkende Stromnachfrage.
  • Der Anteil des mit Kohle erzeugten Stroms ist auf 20 Prozent gesunken, nachdem er vor etwas mehr als 10 Jahren noch 30 Prozent betragen hatte. Diese überdurchschnittliche Verbesserung wurde erzielt, obwohl die CO2-Intensität in der EU bereits um ungefähr 40 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt liegt.
  • Ähnliches lässt sich auch für die Gesamtenergieintensität (die Menge an Energie, die pro BIP-Einheit benötigt wird) der EU feststellen: Sie ging 2018 um 2,3 Prozent zurück, und betrug mehr als das Dreifache der weltweiten durchschnittlichen Verbesserung von -0,7 Prozent.
EU Factsheet 2018