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FAQ

Erdöl ist ein wichtiger und sehr vielfältig eingesetzter Rohstoff. Doch warum spielt Erdöl eine so bedeutende Rolle und wie viele Erdölreserven gibt es noch? Die Antworten auf diese und einige andere Fragen finden Sie auf dieser Seite.
Brauchen wir in Deutschland eigentlich Raffinerien?
Eine Grafik des MWV zeigt die deutschen Raffinerie-Standorte und deren Verarbeitungskapazitäten.

Eine Grafik des MWV zeigt die deutschen Raffinerie-Standorte und deren Verarbeitungskapazitäten.

Will Deutschland weiter Industrieland bleiben, sind Raffinerien für uns unentbehrlich. Sie stellen aus dem Rohstoff Erdöl höherwertige Produkte her, beispielsweise Benzin, Heizöl, Kerosin und Schmierstoffe. Ohne Raffinerien wäre Deutschland nicht nur bei der Einfuhr von Öl, sondern auch bei der Einfuhr von Kraftstoffen komplett von anderen Ländern abhängig. Sie sichern unsere Mobilität und versorgen die chemische Industrie mit wichtigen Grundstoffen. Zudem: Raffinerien sichern direkt und indirekt Arbeitsplätze, sorgen für Steuereinnahmen und unterstützen die Exportkraft der deutschen Industrie.
Wie viele Erdölreserven gibt es noch?
Eine Grafik zeigt die Entwicklung der nachgewiesenen Erdöl-Reserven.

Eine Grafik zeigt die Entwicklung der nachgewiesenen Erdöl-Reserven.

Erdöl wird nicht knapp, denn seit Jahren steigen die weltweiten Ölreserven jährlich immer weiter an. Durch technischen Fortschritt sowie bessere und günstigere Abbaumethoden können heute Quellen in zuvor unzugänglichen Gebieten erschlossen und bestehende Ölfelder besser ausgeschöpft werden. Gemäß dem bp Statistical Review stieg die Menge der weltweit nachgewiesenen Reserven zum Ende des Jahres 2019 auf über 1.700 Milliarden Barrel.
Tanken die Autos in 20 Jahren noch Kraftstoffe oder nur noch Strom?

Akzeptanz für Elektroautos bleibt unverändert: Laut einer Aral Studie können sich 55 Prozent der Studienteilnehmer grundsätzlich vorstellen beim nächsten Autokauf ein Elektroauto zu erwerben. Das entspricht genau dem Ergebnis der 2017er Studie.

Einen neuen Spitzenwert erreicht die Reichweiten-Erwartung der Befragten. Sie ist im Vergleich zur Studie im Jahr 2017 um 68 Kilometer auf durchschnittlich 531 Kilometer gestiegen. Das Anspruchsdenken wächst seit dem Jahr 2013 kontinuierlich.

Bei der akzeptierten Ladedauer erwarten 58 Prozent der Befragten einen Zeitraum von 30 Minuten oder weniger. Inzwischen wächst auch der Realitätssinn der Studienteilnehmer hinsichtlich des anzusetzenden Mehrpreises für ein Elektroauto. Die Befragten rechnen damit, dass sie für ihr Wunschmodell im Vergleich zu konventionellen Antrieben durchschnittlich 3.210 Euro mehr bezahlen müssen. Gleichzeitig lässt die Bereitschaft diesen Mehrpreis auch zu bezahlen leicht nach. 39 Prozent würden diesen Mehrpreis akzeptieren, zwei Prozentpunkte weniger als im Jahr 2017.

 

Mehr Informationen finden Sie in der Aral Studie 'Trends beim Autokauf'

Warum spielt Erdöl in unserem Alltag eine so wichtige Rolle?
Erfahren Sie, wo genau Erdöl im Bereich des alltäglichen Leben verwendet wird.

Öl ist für unseren modernen Alltag unentbehrlich. Es ist zum einen der wichtigste Energieträger weltweit und deckt rund ein Drittel des globalen Energiebedarfs. Zum anderen sichert Öl unsere tägliche Mobilität. Nicht nur als Kraftstoff im Auto, Flugzeug oder Schiff. Ohne Schmierstoffe würde auch kein Fahrrad fahren, kein Zug rollen und sich auch kein Windrad drehen. Nicht zuletzt steckt Öl als chemischer Grundstoff in vielen Dingen, die wir täglich nutzen: zum Beispiel in Smartphones, Büchern, Zahnbürsten, Kosmetika und Medikamenten.

 

Erdöl steckt in vielen Alltagsprodukten. Erfahren Sie auf dieser Seite, wo genau Erdöl im Bereich des alltäglichen Leben verwendet wird.

In welchem Bereich wird anteilsmäßig am meisten Erdöl eingesetzt?
Eine Grafik zeigt den Energieverbrauch nach Arten und Verteilung auf Sektoren in den OECD-Ländern.

Eine Grafik zeigt den Energieverbrauch nach Arten und Verteilung auf Sektoren im Jahr 2018 in den OECD-Ländern.

Rohöl ist der wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaften. Überwiegend wird Erdöl im Sektor Transport/Verkehr als Kraftstoff für Otto- und Dieselmotoren sowie für Gasturbinen in Flugzeugtriebwerken und Schmierstoff eingesetzt. Als flüssiger Brennstoff für Heizkessel und andere Feuerungen erzeugt Erdöl Wärme und Elektrizität. Darüber hinaus wird Erdöl vielfach als Grundstoff in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen und Chemieprodukten wie Arzneimitteln, Dünger, Baustoffen oder Farben verwendet. Auch in Deutschland ist Rohöl mit einem Anteil von 35 Prozent der wichtigste Energieträger – Quelle: AG Energiebilanzen.
Kann man Erdöl in der Kunststoffproduktion nicht ersetzen?
Bis zur Zahnbürste muss mit den Polyamid aber noch einiges geschehen: Der Kunststoff wird konfektioniert und durch die Zugabe von Zusatzstoffen wie Farbe, Weichmacher oder Verstärkungsmitteln für den jeweiligen Verwendungszweck angepasst. Nach dieser sogenannten Compoundierung wird der Kunststoff gekühlt und in Granulatform zum Zahnbürstenhersteller transportiert. Fotocredit: © XXL Photo / shutterstock
Plastik aus nachwachsenden Rohstoffen statt aus Erdöl gibt es heute bereits – wie Joghurtbecher aus Maisstärke oder Kunststoff-Flaschen aus Zuckerrohr. Und auch das aus der Papierherstellung übrig gebliebenes Lignin ersetzt als sogenanntes Flüssigholz den Kunststoff bei Schuhabsätzen und Kleiderbügeln. Aber auf vielen Gebieten sind herkömmliche Kunststoffe aus Mineralöl noch unersetzlich, denn beispielsweise Kinderspielzeug muss absolut bruchsicher sein. Alternativen für Kunststoffe aus Erdöl sind noch nicht komplett entwickelt, in der Umweltbilanz noch fragwürdig, meist nicht in der benötigten Menge vorhanden oder noch zu teuer.