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Rußpellets

Informationen zur Herstellung von Rußpellets als Nebenprodukt am Standort Scholven

Die Ruhr Oel GmbH – BP Gelsenkirchen möchte Transparenz bei der Herstellung und der Zusammensetzung der Rußpellets und deren weiteren Behandlung schaffen.
POX Anlagen Raffinerie Gelsenkirchen
Aktuelle Analyseergebnisse vom 21. Oktober 2021
     
Vanadium (mg/kg): 3.100 Spezifikationswert: 4.500
Vanadium (mg/kg): 900
Spezifikationswert 1.500

Herstellung und Zusammensetzung von Rußpellets

Die Ruhr Oel GmbH produziert seit Jahrzehnten Rußpellets zielgerichtet als Nebenprodukt oder Ersatzbrennstoff. Alle gesetzlichen Vorgaben wurden und werden dabei sowohl bei der Produktion als auch bei der weiteren Verwendung eingehalten. Entsprechend hat die Bezirksregierung Münster als Aufsichtsbehörde dem Kraftwerk Scholven eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Einsatz der Rußpellets als Brennstoff erteilt.

 

Die Rußpellets bestehen zu etwa 87 Prozent aus Kohlenstoff, etwa zehn Prozent Wasserstoff und etwa drei Prozent Schwefel. Das Nebenprodukt enthält auch Schwermetalle wie Nickel und Vanadium. Der Gehalt an Schwermetallen ist abhängig von den in der Raffinerie eingesetzten Rohölen und der Anlagenfahrweise. Der Heizwert der Rußpellets ist sehr hoch und liegt bei etwa 40 Megajoule pro Kilogramm. Das heißt der Heizwert der Rußpellets ist deutlich höher als der Heizwert von Steinkohle.

 

Raffinerie Gelsenkirchen hat die Absteuerung der Rußpellets umgestellt

Seit Anfang April 2022 liefert die Ruhr Oel Raffinerie (ROG) in Gelsenkirchen keine Rußpellets mehr an das benachbarte Uniper Kraftwerk. Die im Werk Scholven in der Anlage „Schwerölvergasung“ entstehenden Rußpellets werden ab sofort vollumfänglich von drei renommierten Entsorgungsfachbetrieben verwertet. Die ROG hat das Konzept unter umfassender Information und Zustimmung durch die Bezirksregierung Münster erarbeitet und schrittweise eingeführt.

 

Bislang wurden die Rußpellets überwiegend im Uniper Kraftwerk als Zusatzbrennstoff eingesetzt. Diese Lieferungen sind aber bereits in den vergangenen Monaten schrittweise reduziert worden. So wurden Ende März 2022 nur noch fünf Prozent der gesamten Rußpellets-Produktion an das Kraftwerk geliefert und 95 Prozent bereits von den drei Entsorgungsfachbetrieben zur Verwertung übernommen. Seit Anfang April sind es nun hundert Prozent.  

 

 

Durch eine intensive und akkreditierte Qualitätsüberwachung stellen wir sicher, dass die gesetzlichen und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für die Verbrennung von Rußpellets sichergestellt sind. Dadurch halten wir alle gesetzlichen Vorgaben ein.