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Der Weg des Rohöls

Wie werden aus Rohöl Produkte?

Damit aus Rohöl Mineralölprodukte wie Gas, Benzin oder Heizöl entstehen, muss es in Raffinerien verschiedene chemische und physikalische Prozesse durchlaufen.

Verarbeitungsprozess

Raffination ('Reinigung')
Die durch die verschiedenen Verarbeitungsprozesse gewonnen Produkte entsprechen in der Regel noch nicht der geforderten Normqualität. Produkteigenschaften wie beispielsweise Farbe, Geruch und Stabilität werden verbessert. Dazu gehört auch die Anpassung der Produkte an Umweltschutzauflagen. Ein wesentliches Merkmal der Nachbehandlung – sprich Raffination – ist die katalytische Entschwefelung der Halbfabrikate mit Hilfe von Wasserstoff.
Reformierung (Oktanzahlerhöhung) und andere Verfahren
Häufig entsprechen die durch die verschiedenen Verarbeitungsverfahren gewonnenen Produkte noch nicht der geforderten Qualität. So sind beispielsweise die mit dem bisher beschriebenen Verfahren hergestellten Benzine nicht als Kraftstoffe für Ottomotoren geeignet. Sie müssen zur Erhöhung der Oktanzahl in einer weiteren Anlage veredelt werden. Letztlich entstehen die meisten verkaufsfertigen Mineralölprodukte erst im letzten Schritt in der Mischanlage, wo sie aus mehreren unterschiedlichen 'Komponenten' nach ständig neu anzupassenden Rezepturen gemischt, also geblendet werden. Damit wird die Auslieferung von Produkten gleichbleibender Qualität aus ständig wechselnden Rohölen und verschiedenen Verfahren garantiert.
bp in Lingen: Der Spezialist für schweres Rohöl
Schon von Anfang an verarbeitet die Raffinerie der bp in Lingen besonders schwere und rückstandsreiche deutsche Rohöle. Ausgestattet mit thermischen und katalytischen Crackanlagen, sogenannte Koker und Hydrocracker, zählt die Raffinerie zur Spitzengruppe der konversionsintensiven Anlagen in Europa. Die Raffinerie verfügt über einen sehr hohen Umwandlungsgrad oder Konversionsgrad. Die Bandbreite reicht von schweren zu leichten Kohlenwasserstoffen im Siedebereich von Flüssiggas bis hin zu Dieselkraftstoff. Die schwersten Kohlenwasserstoffe im Rohöl werden zu Petrolkoks/Kalzinat umgewandelt, so dass alle Bestandteile des Rohöls zu marktfähigen Produkten umgewandelt werden.