Baufortschritte beim BP Lingen Gebäudekomplex

Datum: 10 August 2018

Ende des Jahres ziehen die ersten Mitarbeiter um

Das Modell des neuen Gebäudekomplexes der BP Lingen.

Die Baustelle im August mit Blick von der Waldstraße.

Die Baustelle im August mit Blick von der Rückseite.

Die Baustelle im März mit Blick von der Rückseite.

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Lingen (Ems), im August 2018 – Die ersten Arbeiten auf der Baustelle an der Waldstraße begannen im September 2017. Dort baut BP bis 2019 auf einem etwa sechs Hektar großen Gelände ein neues Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum mit Funktionseinheiten für die Werkstätten, Werkfeuerwehr sowie das Labor. Knapp ein Jahr nach Baubeginn kann die Raffinerie Baufortschritte gemäß Planung vermelden. In wenigen Monaten werden die ersten Mitarbeiter in das neue Gebäude umziehen.

„Ein Bauprojekt dieses Umfangs hat es in der jüngeren Geschichte der Raffinerie Lingen noch nicht gegeben. Für unsere Mitarbeiter wird die neue und offene Arbeitsatmosphäre, die der Neubau mit modernen Open-Space-Lösungen und multifunktional nutzbaren Räumen bietet, ein echter Gewinn“, sagt Raffinerieleiter Bernhard Niemeyer-Pilgrim. Neben dem Verwaltungstrakt profitieren auch die weiteren Funktionseinheiten von dem Neubau. „Die Werkfeuerwehr wird eine automatisierte Einsatzleitstelle und ein neues Ausbildungszentrum erhalten, in dem z. B. Atemschutzübungen oder Einsatzszenarien unter realen Bedingungen geprobt werden können“, so der Raffinerieleiter. Zudem wurde das Gebäude von Anfang an barrierefrei geplant und wird zum Beispiel mit Aufzügen, automatischen Türen und behindertengerechten WCs ausgestattet sein.

Das neue Gelände ist infrastrukturell an die Raffinerie angebunden. Entsprechende Medientrassen mit MSR- und Elektrokabeln, Abwasser- und Fernwärmeleitungen wurden vom Raffineriegelände auf die Baustelle gelegt. Als Übergabestation der elektrischen Leitungen aus dem Werk dient ein neu errichtetes Schalthaus.

Nach der offiziellen Grundsteinlegung im Januar wurde die Sohle für den Verwaltungstrakt bereits im März gegossen. Parallel begann der Bau in die Höhe und Wände und Stützen wurden auf schon fertiggestellten Sohlenabschnitten errichtet. „Bei den anschließenden Gewerken für Innenausbau- und technische Gebäudeausstattung haben wir parallel gearbeitet: Sobald eine Etage fertiggestellt war, begann der Rohbau für die darüber liegende nächste Etage, während darunter liegend parallel die Ausbau- sowie technischen Ausstattungsgewerke ihre Arbeit aufnahmen“, erklärt BP Lingen Projektleiter Mark Driever.

„Wir liegen gut im Zeitplan. Bis Ende des Jahres werden bereits große Teile des Verwaltungsgebäudes bezugsfertig sein. Auch der Rohbau für die weiteren Gebäudeteile ist dann fertiggestellt und die Ausbaugewerke sowie die Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung werden dann dort bereits Ihre Arbeit aufgenommen haben.“, sagt Mark Driever.

Die ersten Mitarbeiter können demnach voraussichtlich bereits Ende des Jahres ihren neuen Arbeitsplatz beziehen. Bis zum Projektabschluss Ende 2019 werden rund 360 Mitarbeiter der BP Lingen im neuen Gebäude an der Waldstraße arbeiten.

Im Juli konnte das Wahrzeichen des neuen Gebäudes, der so genannte Leuchtturm, aufgesetzt werden. Diese rund 20 Meter hohe, pyramidenförmige Stahlkonstruktion ist mit sogenannten ETFE Folienkissen ummantelt. Diese gewähren einen optimalen Tageslichteinfall und sind unter anderem von der Allianz Arena in München oder dem Tropical Island bei Berlin bekannt.

Niedersachsens Ministerpräsident Weil betonte im Mai bei einem Besuch der Raffinerie die große Bedeutung dieser Investitionsentscheidung, die aus seiner Sicht ein sehr positives Signal für die Region und die Menschen vor Ort sendet.

Der Kreuzungsbereich an der Waldstraße wird unterdessen durch die Stadt Lingen gebaut. Die Verkehrsleittechnik erlaubt es zukünftig, dass bei einem Einsatzfall die Leitstelle der Werkfeuerwehr die Ampelanlage steuern kann.

Verantwortlich für den Bau sind die Bauunternehmungen Hofschröer (Lingen) und August Mainka (Lingen) als Arbeitsgemeinschaft, die erfolgreich eine bundesweite Ausschreibung für sich entscheiden konnten. „Die hervorragende Zusammenarbeit als Arbeitsgemeinschaft aber auch die kurzen Entscheidungswege über die BP-Projektleitung tragen maßgeblich zum Erfolg dieses Bauprojekts bei. Der Baufortschritt innerhalb eines Jahres ist enorm und es ist uns eine Freude, das Gebäude täglich wachsen zu sehen“, sagen die Geschäftsführer Dr. Andreas Mainka und Mark Hofschröer. Als Planer zeichnen sich die Unternehmen Lindschulte (Nordhorn) sowie Bolles und Wilson (Münster) verantwortlich. Für die Ausführung im Bereich der technischen Gebäudeausstattung haben die Unternehmen Heilen GmbH und Heinrich Voss Gebäudetechnik den Zuschlag erhalten.

Auf der Baustelle werden insgesamt 10.000 Kubikmeter Beton verbaut. Ein Großteil als Ortbeton, der Rest als Betonfertigteilkonstruktion. In Spitzenzeiten arbeiten 15 bis 20 Nachunternehmer mit bis zu 160 Mitarbeitern gleichzeitig auf der Baustelle.