Schmierstoffe in außerirdischer Mission

Nichts scheint unmöglich für unsere Castrol Schmierstoffe: Sie reisen bis zum Mars – an Bord des NASA Mars Rovers „Curiosity“. Der ist auf unserem Nachbarplaneten unterwegs und sucht dort nach nichts Geringerem als Hinweisen für vergangenes und möglicherweise zukünftiges Leben.

Mit einer achtmonatigen Reise auf den 563.000.000 Kilometer entfernten Planeten begann das Abenteuer in 2012. Geplant waren 23 Monate, mittlerweile ist Curiosity bereits seit über fünf Jahren auf Entdeckungstour und erkundet die vermeintlich lebensfeindliche Umgebung, um mögliche bemannte Exkursionen vorzubereiten.

Curiosity ist ein 900 Kilogramm schweres, mobiles Labor, das Hindernisse bis zu einer Höhe von 65 Zentimetern überwindet und bis zu 200 Meter pro Tag zurücklegt. Dabei macht der drei Meter lange, 2,7 Meter breite und 2,2 Meter hohe Roboter Fotos, bohrt in Marsfelsen und sammelt Proben – wichtige Aufgaben, für die das besondere Fahrzeug über einen langen Zeitraum reibungslos funktionieren muss.

Tragende Rolle unter extremen Bedingungen

„Wo Reibung passiert, folgt Verschleiß“, erklärt Keith Campbell. Der Business Development Manager für Castrol Industrial Lubricants und Dienstleistungen arbeitet in Kalifornien mit dem Jet Propulsion Laboratory der NASA zusammen, um die Bedürfnisse des US-Weltraumprogramms zu erfüllen. Der Mars Rover besitzt zahlreiche bewegliche Teile – wie beispielsweise Räder, Sonden oder Gelenkbürsten. Campbell: „Wenn das Schmiermittel seinen Zweck nicht erfüllt, hielte Curiosity nicht so lange wie es nötig ist.“ 

Deshalb spielen die Hochleistungsschmierstoffe von Castrol eine entscheidende Rolle in der Erfolgsgeschichte der Marsmission. Sie müssen den Rover, der jahrelang nicht gewartet werden kann, in Takt halten, um einen teuren Ausfall der Mission zu verhindern. Der Schmierstoff „Braycote“ besteht im Weltraum beispielsweise durch die Fähigkeit, sich an Temperaturschwankungen von -80° Celsius bis 204° Celsius anzupassen, ohne Dämpfe abzugeben. Durch diese Dämpfe könnten die Öle in den Schmiermitteln verloren gehen und deren Leistung beeinträchtigt werden. Oder sie würden an nahegelegenen Flächen kondensieren und die empfindlichen Instrumente des Mars Rovers und seine Umwelt beschädigen.

Nicht die einzige Mission im All

Nicht nur im Dienste von Curiosity sind Castrol Schmierstoffe außerirdisch im Einsatz. Sie haben auch Anteil daran, dass der Mars seinen ersten Rund-um-Check erhält. Die Forschungsstation Insight lander der NASA studiert den roten Planeten 2018 bis zu seinem Kern – mit Unterstützung von „Braycote“.    

Darüber hinaus wurden Castrol Schmierstoffe in den Apollo-Mondmissionen, dem Hubble-Weltraumteleskop, auf zahlreichen Satelliten, der Internationalen Raumstation (ISS), früheren Mars Rovern und für die meisten Raumanzüge der NASA eingesetzt. Auch beim rekordverdächtigen Weltraumsprung des Österreichers Felix Baumgartner 2012 hatte Braycote seinen Anteil: in allen beweglichen Teilen seines Anzugs.