Vom Meeresgrund auf den Bildschirm

Lückenlose Überwachung und sinkende Förderkosten bei verbesserter Ausbeute: Mit dem Einzug der Digitalisierung ist die Ölförderung in den vergangenen Jahren ein ganzes Stück sicherer und effektiver geworden.

Der Schlüssel sind so genannte digitale Ölfelder, also Computerdarstellungen von Lagerstätten, die aus riesigen Datenmengen gewonnen werden. Sensoren in Bohrlöchern, am Meeresgrund und in den Förderanlagen sammeln Daten, die dann mithilfe von Hochleistungsrechnern zu dreidimensionalen Abbildungen aus der Tiefe werden.

Die sinnvolle Zusammensetzung und Analyse der gewonnenen Daten gibt Aufschluss darüber, wie Lagerstätten beschaffen sind und erlaubt es, Bohrvorgänge in Echtzeit zu überwachen. Das Ergebnis: Durch die Einblicke können spezifische Bohrtechniken eingesetzt werden – immer angepasst an die Situation am Meeresboden. Dadurch wurden an BP Produktionsstätten in den letzten Jahren signifikante Verbesserungen in der Ausbeute von Ölvorkommen erzielt. Und nicht nur das: Der technologische Fortschrift hilft zudem dabei, Arbeitsabläufe sicherer zu machen.

Vernetzung ist alles

Der digitale Förderprozess vereint Branchen-Know-how mit technologischen Neuerungen. Mitarbeiter, Ausrüstungen und Daten sind digital verbunden, um Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten. Unsere Anlagen und Überwachungszentren sind per Glasfaserkabel vernetzt und senden täglich Milliarden von Datensätzen. Dadurch können Bohrungen technisch optimiert werden. Mit komplexen Algorithmen lernen Maschinen aus Datenmustern und passen beispielsweise Bohr- und Rotationsgeschwindigkeiten automatisch an und steigern so die Ausbeute. 

Im Sinne der Vernetzung führen wir all unsere Erfahrungen und unser Fachwissen in der Digitaltechnik im BP Digital Center of Expertise zusammen. Zusätzlich hilft ein Blick über die eigene Branche hinaus. Für unsere Entwicklungen arbeiten wir mit spezialisierten Softwareunternehmen zusammen, um etwa gewonnene Datenmassen zu visualisieren.