Von der Mülltonne in den Flugzeugtank

BP denkt Zukunft – mit Technologien einer neuen Generation. Wichtige Stichworte sind Umwandlung beziehungsweise Recycling. So wird Kohlenstoff zu Beton und Hausmüll zu Treibstoff.

Die unternehmenseigene Flugtreibstoffsparte Air BP hat das Thema Recycling besonders wörtlich genommen: Mit einer Investition von 30 Millionen US-Dollar unterstützt BP das Unternehmen  Fulcrum BioEnergy. Fulcrum hat ein bisher einzigartiges Konzept entwickelt, um aus Müll Kraftstoff zu produzieren. Das Ziel: Flugzeuge mit 20 Prozent weniger CO2-Emissionen abheben zu lassen.

Wie funktioniert das?

Hausmüll wird gesammelt, einzelne Bestandteile werden recycelt, in synthetisches Kerosin verwandelt und dann passend abgemischt, um es als Flugkraftstoff tauglich zu machen.

Mit Fulcrum als Partner

Air BP steht mit Fulcrum im Vertrag: Über zehn Jahre hinweg nimmt das Energieunternehmen jährlich 190 Millionen Liter des Biokraftstoffs vom Hersteller ab. Außerdem wird BP als bevorzugter Logistikpartner die Distribution des neuen Biojets  an die Flughäfen unterstützen. Die erste Produktionsstätte ist in den USA geplant. 

Die Nachfrage nach alternativen Flugkraftstoffen übersteigt das verfügbare Angebot zum Teil erheblich. Treiber ist auch die International Air Transport Association (IATA). Sie strebt für 2020 ein Nullwachstum der CO2-Emissionen und bis 2050 eine Reduzierung um 50 Prozent an.  

David Gilmour, Leiter Business Development und Group Technology, betont die hohe Bedeutung der Partnerschaft mit Fulcrum: „Es gibt keine aktuelle Alternative zu Flugbenzin für die Luftfahrt, daher sucht die Industrie dringend nach einer brauchbaren kohlenstoffarmen Alternative. Durch die Partnerschaft mit Fulcrum nimmt BP in diesem neuen Bereich eine Vorreiterrolle ein und unterstützt die Entwicklung und das Wachstum des innovativen Unternehmens. Damit tun wir das Richtige für BP und die Luftfahrtindustrie, um beider CO2-Fußabdrücke zu verringern."