Entwicklung weitere Energieträger

Kohle

  • Der globale Verbrauch an Kohle sank 2015 um 1,8 Prozent und lag damit deutlich unter dem durchschnittlichen Steigerungswert von 2,1 Prozent in den zurückliegenden zehn Jahren; dieser Wert stellt den größten prozentualen (und volumetrischen) Rückgang unserer Datensammlung dar. Der Anteil von Kohle am weltweiten Primärenergieverbrauch ist auf 29,2 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 2005 gesunken.
  • Der Netto-Rückgang des Kohleverbrauchs entfiel dabei ausschließlich auf die USA (-12,7%, weltweit der größte volumetrische Rückgang) und China (-1,5%); Indien (+4,8%) und Indonesien (+15%) verzeichneten hingegen moderate Anstiege.
  • Die weltweite Kohleförderung ging um 4 Prozent zurück; die größten Rückgänge entfielen dabei auf die USA (-10,4%), Indonesien (-14,4%) und China (-2%). 

Kernenergie und Energieerzeugung durch Wasserkraft

  • Die Energiezeugung durch Kernkraft erhöhte sich 2015 weltweit um
    1,3 Prozent, wobei China ausschließlich für den Nettoanstieg verantwortlich zeigte. China hat damit Süd-Korea überholt und ist nun der viertgrößte Versorger von Nuklearenergie; Die Produktion fiel in Europa um 2,2 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit 1992.
  • Kernenergie verfügt über einen Anteil in Höhe von 4,4 Prozent am globalen Primärenergieverbrauch.
  • Die Energieerzeugung durch Wasserkraft erhöhte sich weltweit unterdurchschnittlich um 1,0 Prozent und besitzt nun einen Anteil von
    6,8 Prozent am globalen Primärenergieverbrauch.
  • Der Anstieg der Energieerzeugung durch Wasserkraft in China (+ 5%) war der weltweit größte Wachstumswert; China bleibt der mit Abstand größte Energieerzeuger aus Wasserkraft.

Erneuerbare Energien (einschließlich Wind- und Solarenergie, Biokraftstoffe)

  • Der Einsatz erneuerbarer Energieträger in der Stromerzeugung stieg auch 2015 weiter an und erreichte einen Anteil von 2,8 Prozent des globalen Energieverbrauchs, eine Dekade zuvor waren es noch 0,8 Prozent.
  • Der Einsatz erneuerbarer Energieträger in der Stromerzeugung stieg um
    15,2 Prozent bzw. 213 Terrawattstunden und verzeichnete damit einen Steigerungswert, der in etwa dem Gesamtanstieg der weltweiten Stromerzeugung entspricht. Erneuerbare Energieträger halten einen Anteil von 6,7 Prozent an der globalen Gewinnung von Strom; dieser Anteil lag vor zehn Jahren noch bei 2,0 Prozent.
  • Die größten Steigerungsraten beim Einsatz erneuerbarer Energieträger in der Stromerzeugung entfielen auf China (+20,9%) und Deutschland (+23,5%).
  • Weltweit bleibt die Windkraft (+17,4%) die größte Quelle in der regenerativen Stromerzeugung mit einem Anteil von 52,2 Prozent; mit +53,4 Prozent entfiel der größte Steigerungswert auf Deutschland.
  • Die Stromerzeugung durch Solarenergie wuchs um 32,6 Prozent; China hat mittlerweile sowohl Deutschland wie auch die USA überholt und ist nun der global wichtigste Erzeuger von Solarenergie.
  • Die Produktion von Biokraftstoffen erhöhte sich mit +0,9 Prozent und blieb damit deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 14,3 Prozent.