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BP investiert Millionen in Gelsenkirchener Stadthafen

Datum der Veröffentlichung: Gelsenkirchen/Bochum, 15. April 2019

Stadt und Evonik sind wichtige Partner bei Modernisierung

BP investiert in den kommenden Jahren rund 45 Millionen Euro in die Modernisierung des Stadthafens Gelsenkirchen. Bis 2021 entstehen mit technischer Unterstützung durch Evonik und weiterer Partner eine neue Kesselwagenverladung für Mitteldestillate (MD) und Kerosin sowie drei Tanke für Flugtreibstoff mit einem Fassungsvermögen von jeweils 15.000 Kubikmetern.  Zusätzlich erfolgt der Ausbau der Binnenschiffsanleger als auch der Bau einer Fernleitungsanbindung an die benachbarte BP Raffinerie im Stadtteil Horst. Das Projekt stärkt den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen sowie den Chemieverbund im nördlichen Ruhrgebiet und die Versorgungssicherheit in ganz Deutschland.


Der Stadthafen Gelsenkirchen ist logistischer Dreh- und Angelpunkt für Kraftstoffe sowie petrochemische Produkte und eng mit der BP Raffinerie in Gelsenkirchen verzahnt. Die Region profitiert in mehrfacher Hinsicht: In den kommenden Jahren entsteht eine moderne Logistik. Allein durch die neue rund anderthalb Kilometer lange Fernleitungsanbindung reduziert sich der Binnenschiffsverkehr zwischen dem Werk Horst und dem Stadthafen um 1.100 Schiffsbewegungen jährlich. Zudem ist diese Verbindung deutlich unabhängiger von Wetterbedingungen und Niedrigwassersituationen. Durch die neue Kesselwagenverladung können rund 40 Züge pro Woche über die Gleise rollen. Das ist umso wichtiger, weil der Markt für Kerosin in Nordwesteuropa jährlich um zwei bis drei Prozent wächst. Die Raffinerie Gelsenkirchen ist mit ihrer Kerosin Produktionskapazität ein entscheidender Marktteilnehmer und einer der Hauptversorger des Flughafen Düsseldorf. Eine sichere, effiziente und umweltschonende Versorgung ist dabei enorm wichtig. Durch die neue Kesselwagenverladung wird es möglich sein, den Flughafen Düsseldorf künftig nicht mehr ausschließlich mit Tankwagen (TkW), sondern vorrangig per Schiene zu beliefern. Allein dadurch werden Prognosen zufolge knapp 18.500 weniger Fahrten mit TkW im Ballungsgebiet Nordrhein-Westfalen erfolgen. Das CO2-Einsparpotential beträgt rund 7.000 Tonnen pro Jahr. Das entspricht umgerechnet einer klimaneutralen Beleuchtung von circa 52.000 Wohnhäusern.


Innovationsmotor Chemie stärkt Industriebranchen insgesamt

 

„Mit dem Ausbau unserer Logistikkapazitäten stärken wir nicht nur die Versorgungssicherheit unserer Kunden, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Chemiestandorte Gelsenkirchen und des nördlichen Ruhrgebiets. Außerdem werden vor Ort und in der Region neue Arbeitsplätze geschaffen“.Wolfgang LanghoffVorstandsvorsitzender der BP Europa SE

 

Der Innovationsmotor Chemie hat eine enorme Breitenwirkung, von der viele Industriebranchen in der Region profitieren.

 

Neue Arbeitsplätze entstehen

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski freut sich insbesondere über die Schaffung neuer Arbeitsplätze bei der städtischen Tochter GelsenLog. So entstehen allein bei GelsenLog, einem Tochterunternehmen der Gelsenkirchener Stadtwerke mindestens 16 neue Arbeitsplätze; darunter viele Lokführer. „Die Investitionen hier am Standort sind ein positives Signal für den weiteren Ausbau unseres Stadthafens, Zudem freue ich mich über die CO2-Einsparung“, so Frank Baranowski. „Und die Entscheidung für den Stadthafen zeigt einmal mehr, dass Gelsenkirchen bei der Stärkung und Weiterentwicklung des Chemiestandortes im nördlichen Ruhrgebiet eine zentrale Rolle spielt. Schließlich werden in die Gelsenkirchener Raffinerien in den kommenden zehn Jahren rund zwei Milliarden Euro investiert. Das ist ein deutliches Bekenntnis zu Stadt und Region“, so Baranowski weiter.

 

Evonik ist ein strategischer Partner von BP im Pipelineverbund. Die neue Pipeline ergänzt das bestehende Fernleitungsnetz und somit den sicheren sowie ressourcenschonenden Stoffstromverbund. „Eine solche Verbundstruktur ist insbesondere im Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den großen Seehafenstandorten essentiell“, so Gregor Hetzke, Geschäftsführer bei Evonik  Technlology & Infrastructure.


„Rohrfernleitungen sind die sichersten und umweltfreundlichsten Transportmittel für Rohstoffe und Produkte der chemischen Industrie“, sagt Jennifer Brekau, Aral Vorstand Versorgung, Logistik und Handel. Evonik gehört mit einer mehr als 70-jährigen Erfahrung auf dem Gebiet Planung, Bau und Betrieb von Pipelines zu den führenden Unternehmen in der chemischen und chemienahen Prozessindustrie und wird auch die neue Pipeline nach Abschluss der Baumaßnahme betreiben.

Langhoff: „Nimmt man all diese Aspekte zusammen, wird schnell deutlich, dass dies zwar ein regionales Projekt, aber mit umfassender überregionaler Bedeutung ist.“

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