BP Energy Outlook 2030

Datum: 10 November 2011

Die Prognose für die Energiemärkte der nächsten 20 Jahre

Energie und Wirtschaft

Der globale Energieverbrauch wächst weiter. Treiber ist hier die Industrialisierung in den Entwicklungsländern, aber Effizienzsteigerungen werden sich wahrscheinlich beschleunigen. 
  • Im Zeitraum 2010 - 2030 wird der globale Primärenergieverbrauch voraussichtlich um durchschnittlich 1,7 % pro Jahr (insgesamt um 40 %) wachsen, was nicht wesentlich weniger ist als in den vergangenen 20 Jahren (1,9 % bzw. 45 %).
  • 93 % des globalen Wachstums entfallen auf Nicht-OECD-Länder, ihr Anteil am globalen Verbrauch dürfte bis 2030 zwei Drittel erreichen, gegenüber heute etwa 50 % und 43 % im Jahr 1990.
  • Die Energieeffizienz, in etwa definiert als das Verhältnis von Energie zu BIP, wird sich beschleunigen und somit ein schnelleres Einkommenswachstum in den kommenden 20 Jahren ermöglichen. Diese Effizienz steigt schneller in den Nicht-OECD-Ländern.
  • Treiber für den Anstieg des Energieverbrauchs sind die Stromerzeugung und die Industrie in den Entwicklungsländern. Das Wachstum im Transportbereich verlangsamt sich aufgrund eines Rückgangs in den OECD-Ländern.

Der globale Energiemix

Der globale Energiemix diversifiziert sich weiterhin. Zum ersten Mal werden nicht fossile Energieträger zum Wachstum auf der Angebotsseite wesentlich beitragen.
  • Der Beitrag, den fossile Energieträger zum Wachstum im Primärenergiebereich leisten, wird voraussichtlich sinken, und zwar von 83 % (1990 - 2010) auf 64 % (2010 - 2030).
  • Der Beitrag der Erneuerbaren Energien zum Energiewachstum steigt von 5 % (1990 - 2010) auf 18 % (2010 - 2030).
  • Der Beitrag aller nicht fossilen Energieträger zusammen (einschließlich Kernkraft und Wasserkraft) ist erstmals größer als der irgendeines fossilen Energieträgers.
  • Kohle und Öl verlieren an Marktanteil, während alle fossilen Energieträger niedrigere Wachstumsraten erleben. Gas ist der am schnellsten wachsende fossile Energieträger.

Energie und CO2-Emissionen

Energiepolitische Maßnahmen und Technologien führen zu einer Verlangsamung des Anstiegs der durch den Energieverbrauch verursachten CO2-Emissionen. Die Verlangsamung wird jedoch nicht schnell genug sein, um die Welt auf einen sicheren CO2-Weg zu bringen.
  • Die Emissionen steigen weltweit langsamer, von jährlich 1,9 % im Zeitraum 1990 - 2010 auf 1,2 % pro Jahr im Zeitraum von 2010 - 2030. Die Emissionen in den OECD-Ländern sind 2030 niedriger als 2010, dieser Rückgang wird jedoch mehr als ausgeglichen durch den Anstieg an Emissionen in Nicht-OECD-Ländern.
  • Offensivere energiepolitische Maßnahmen könnten dazu führen, dass die durch den Energieverbrauch verursachten CO2-Emissionen nach 2020 erstmals sinken könnten, wobei die reicheren Länder ihre Emissionen senken und die Entwicklungsländer eher die CO2-Intensität reduzieren dürften.
  • Weltweit besteht die größte Chance zur Senkung von Emissionen im Bereich der Stromerzeugung.

Energietrends

Die Energiepolitik wird sowohl von der Versorgungssicherheit als auch vom Klimawandel bestimmt - mit unterschiedlichen Ergebnissen je nach Kraftstoff bzw. Energieträger und Region.
  • Die Ölnachfrage in den OECD-Ländern erreichte 2005 ihren Höhepunkt. Bis 2030 wird sie in etwa wieder auf dem Niveau von 1990 sein. Biokraftstoffe werden weltweit 9 % der Kraftstoffe in Transportbereich ausmachen.
  • Bis 2030 wird der OPEC-Anteil an der globalen Ölproduktion auf 46 % steigen - der höchste Stand seit 1977. China wird der größte Ölverbraucher der Welt sein.
  • Unkonventionelle Gassorten (Schiefergas und Flözgas) könnten fast 40 % des globalen Wachstums bei Gas beisteuern. Der LNG-Handel wird doppelt so schnell wachsen wie die Gasförderung. Die USA könnten sich dafür entscheiden, ein Exportland für LNG zu werden.
  • Der Erdgasanteil an Chinas Energiemix wird von heute 4 % auf 9 % im Jahr 2030 steigen. Die Nachfrage nach Kohle wird in China nicht mehr steigen.
  • Die Abhängigkeit von Öl und Gas in den USA wird auf ein Niveau zurückfallen, das man seit den 1980er Jahren nicht mehr gesehen hat.

Hinweise für die Redaktion

Die BP Europa SE Zweigniederlassung BP Austria ist Teil der internationalen BP Gruppe, eines der führenden internationalen Öl- und Gasunternehmen. BP in Österreich versorgt den heimischen Markt mit Treibstoffen, Convenience-Shop-Produkten, Schmierstoffen, Heizöl und Flugtreibstoffen. BP beschäftigt in Österreich 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt über ein Tankstellennetz von 262 BP Stationen (Stand: Jänner 2018).

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